FreeBird-Trailer Küchenphilosophie

 

Mit dem Thema Küchen,- bzw. Kochausrüstung beschäftigen wir uns seit Anfang der 1980er. Fazit: Weniger ist mehr. Spiritus, Benzin, Gas in verschiedensten Ausführungen. Wasserbehälter in allen denkbaren Varianten. Seit einigen Jahren wissen wir aber was zu uns und unsere jetzige Campingform am besten passt.

 

Oft suggerieren Ausrüstungsanbieter ihren Kunden, dass Camping ohne hochwertige „Einbauküche“ gar nicht möglich ist. Dabei belastet man sich mit teurer Technik, die durch Schläuche, Elektroinstalation usw. recht anfällig sein kann. Der Mehrwert ist oft fraglich.

Wir sind Freunde des ursprünglichen Kochens beim Camping und eine Edelstahlküche entspricht da nicht unserem Naturell. Zu diesem Thema gibt es ebenso viele unterschiedliche Vorstellungen, wie Campingformen. Im Urlaub wollen wir unsere Alltäglichkeiten abschütteln, deshalb lieben wir das Schlafen im Zelt und das Kochen am besten über offenem Feuer.

 

 

Welche Art „Küche“ braucht man zum täglichen „Überleben“ beim Camping?

 

Eine Box für die Küchenutensilien wie Brettchen, Teller (Melamin), Schüsseln, Tassen, Besteck, Messer, robuste Gläser und Töpfe. Wir werfen einfach alles in die Box, keine Dämmung, nichts, einfach rein. Noch nie was kaputt gegangen. Scharfe Messer bekommen eine Hülle aus Pappe. Ein kleiner Flammenwerfer darf nicht fehlen. Braucht man zum Feueranzünden und ggf. für den Kocher und die Gaslampe. Bei uns reicht für 4 Personen eine 60x40 cm Box. Da diese im Anhänger steht, ist ein eventuelles Klappern egal.

 

 

Wasser: Haben wir im 12 Liter-Kanister. Jederzeit erreichbar. Gut für unterwegs. Zwischendurch mal schnell die Hände waschen oder einen Kaffee kochen. Auf dem Platz völlig ausreichend und praktisch, da immer griffbreit. Der Behälter ist von Größe und Gewicht her gut zu handhaben.

 

 

Kochstelle: Nach vielen Experimenten sind wir bei einem 1-flammigen Gaskocher mit richtig Power >3500 W angekommen. Relativ klein, passt in eine Box oder gut ins Speergutabteil, kompatibel zur 5 kg-Gasflasche. Dazu eine Paella-Pfanne, eine gusseiserne Grillplatte, einen kleinen und einen größeren Topf, mehr nicht. Wasser für Kaffee dauert ca. 2 min. Zubereitet wird hintereinander und dann kurz vor dem Auftischen ggf. nochmal kurz aufgewärmt. Wir stellen den Kocher einfach auf dem Tisch. Aufgrund der hohen Leistung brennt das Teil auch bei starkem Wind und braucht keinen Windschutz. Der Tisch ist 180x70cm, hat Platz für bis zu 6 Personen und passt zusammengeklappt in das Sperrgutabteil. Für den schnellen Einsatz unterwegs haben wir noch einen kleinen Kocher mit 190 g Gaskartusche.

 

 

Eine Faltschüssel, um das Geschirr zum Abwaschen zu bringen.

 

Kühlen: Da wir nicht tiefkühlen wollen, verwenden wir eine Absorberbox mit 12 Volt fürs Auto, 230 Volt für den Campingplatz und Gas für stromloses Camping. Vorsicht! Die Box nicht über Nacht am Auto lassen. Man kann sich nicht drauf verlassen, dass die Batterie das hergibt, auch wenn´s rechnerisch vielleicht reicht. Wenn die Batterie runter ist und man sich allein in einem verlassenen Tal ohne Netz befindet, hat man ein Problem. Wichtig: große Flaschen, am besten 2 Liter sollten reinpassen.  Die Box kommt in den Kofferraum und ist damit auch unterwegs einfach erreichbar. Vor dem Nutzen mit 230 V runterkühlen und nach Möglichkeit mit gekühltem Inhalt ausstatten. 12V oder Gas reichen dann zur Erhaltungskühlung. Wenn man immer Campingplätze mit Stromanschluss nutzt, hat man eine riesige Auswahl an Kühlboxen verschiedenster Systeme. Da ist für jeden Anspruch etwas dabei.